Erstmals leitete Verwaltungsratspräsidentin Susanne Huber die Generalversammlung der STI Holding AG. Neu vorgestellt wurde auch David Christener, der per 1. Juli 2026 die Leitung Finanzen übernimmt und in die Geschäftsleitung eintritt.
Fahrgastzahlen und Betrieb
Im Geschäftsjahr 2025 beförderte die STI insgesamt 18,12 Millionen Fahrgäste. Die Pünktlichkeit verbesserte sich leicht und stoppte den negativen Trend der Vorjahre; bis 2027 soll sie weiter gesteigert werden. Intern erarbeitete die STI gemeinsam mit Mitarbeitenden und Kader einen neuen Leitsatz und schärfte ihr Wertefundament.
Regionale Entwicklung
Die Nachfrage entwickelte sich regional unterschiedlich: In Grindelwald sorgte hohe touristische Nachfrage für Wachstum, in der Region Thun führten infrastrukturelle Einschränkungen zu einem leichten Rückgang. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 startete der Versuchsbetrieb der Tangentiallinie 7, die Thun und Steffisburg direkt verbindet und das Stadtzentrum entlastet. Der dreijährige Versuchsbetrieb wird eng begleitet.
Elektrifizierung der Flotte
Im April 2026 nahm die STI den ersten Elektrobus in Betrieb. Insgesamt 22 Elektrobusse wurden bei Mercedes-Benz und Solaris bestellt; bis 2036 soll die gesamte Flotte – rund 120 Fahrzeuge – auf Elektroantrieb umgestellt sein. Dies reduziert den CO₂-Ausstoss in der Region um jährlich rund 7’000 Tonnen. Elektrobusse werden zudem als rund viermal leiser wahrgenommen als Dieselbusse.
Standortfrage
Der bestehende Standort im Schwäbis hat seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Als Zwischenlösung entstehen am Moosweg in Gwatt zusätzliche Abstellplätze. Für den neuen Hauptsitz prüft die STI Bus AG parallel die Standorte Weststrasse Süd und das ehemalige Cremo-Areal in Steffisburg.
Verabschiedungen
Nach 28 Jahren tritt stellvertretender Direktor und Finanzleiter Markus Bähler per Ende Juni 2026 in den Ruhestand. Ebenfalls verabschiedet wurde Verwaltungsrat Raphael Lanz, der per Ende Mai 2026 aufgrund seiner Wahl in den Regierungsrat demissionierte.



