
Thun BE – Die BLS Schifffahrt AG hat zu mehr Vorsicht auf Schweizer Seen aufgerufen. In der aktuellen Badesaison kam es bereits zu mehreren Beinaheunfällen mit Schwimmern und Schiffen, die durch mehr Abstand und Sichtbarkeit vermieden werden können.
(CONNECT) Die BLS Schifffahrt AG, eine Tochtergesellschaft der BLS AG aus Bern und Betreiberin von Schiffsflotten auf dem Thunersee und Brienzersee, hat in einer Mitteilung zu mehr Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme auf Schweizer Seen aufgerufen.
Um gefährliche Situationen auf dem Wasser zu vermeiden, erinnert die Flottenbetreiberin an wichtige Verhaltensregeln für Schwimmende im Umgang mit Schiffen. So sollten Schwimmer stets genügend Abstand zu Kursschiffen bewahren, insbesondere in deren Fahrrrichtung. Auch von Landestellen soll ein Mindestabstand von 100 Metern eingehalten werden. Grund ist die schwere Manövrierbarkeit von Schiffen, die ein rasches Ausweichen erschwert. Um die Sichtbarkeit von Tauchenden zu gewährleisten, sollten diese bei Tauchgängen stets eine weiss-blaue Tauch-Tafel instalieren sowie sich ausserhalb von Schiff-Fahrllinien bewegen.
HIntergrund der Mitteilung ist die Häufung von Beinaheunfällen in der aktuellen Badesaison. BLS Schifffahrt führt beispielsweise auf, dass ein Schwimmer nach einem Sprung ins Wasser bis auf einen Meter an den Propeller eines fahrendes Kursschiffes herangeriet. Ausserdem sei ein Badegast während der Anfahrt eines Kursschiffes unmittelbar vor deren Schaufelrad geschwommen. „Fast täglich erleben unsere Schiffsführer:innen gefährliche Situationen. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme und der Einhaltung der Sicherheitsregeln lassen sich riskante Situationen vermeiden“, wird Silvan Paganini zitiert, Leiter Nautik & Betrieb der BLS Schifffahrt AG.
Die BLS Schifffahrt AG beschäftigt rund 125 Mitarbeitende und verfügt über eine Flotte von insgesamt zwölf Schiffen, darunter drei Dampfschiffe. Mit Werften in Thun und Interlaken betriebt sie die Schiffahrt auf dem Thunersee und Brienzersee. ce/ja



