Oberländerrat vor der Sommersession

Der Oberländerrat unterstützt die Konzessionserweiterung für das Wasserkraftwerk 3 in Schattenhalb. Für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung fordern die Oberländer Grossrätinnen und Grossräte, dass der Kanton Bern bei der integrierten Gesundheitsversorgung zusammen mit den Leistungserbringern rasch geeignete Lösungen umsetzt. Zudem befürwortet der Oberländerrat den Objektkredit für die Sicherstellung der Bergrettung im Kanton Bern. Auch diverse Vorstösse im Bildungsbereich finden breite Unterstützung.

Der Oberländerrat unterstützt die Konzessionserweiterung für das Wasserkraftwerk 3 in Schattenhalb. Für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung fordern die Oberländer Grossrätinnen und Grossräte, dass der Kanton Bern bei der integrierten Gesundheitsversorgung zusammen mit den Leistungserbringern rasch geeignete Lösungen umsetzt. Zudem befürwortet der Oberländerrat den Objektkredit für die Sicherstellung der Bergrettung im Kanton Bern. Auch diverse Vorstösse im Bildungsbereich finden breite Unterstützung.

Als Vorbereitung auf die Sommersession hat sich der Oberländerrat zur Sitzung getroffen. Diese wurde mit einer Information und Besichtigung im Steinbruch Balmholz verbunden. Die Oberländer Grossräte diskutierten die anstehenden Vorstösse der bevorstehenden Session und legten fest, welche gemeinsam unterstützt werden. Zu Beginn der Sitzung konnte der neue Präsident der Volkswirtschaft Berner Oberland, Grossrat Carlos Reinhard, seine Anliegen an die Zusammenarbeit mit dem Oberländerrat darlegen.

Mehr Wasserkraft

Die BKW Energie AG hat eine Konzessionserweiterung für das Kraftwerk 3 in Schattenhalb ersucht. Es sind keine baulichen Anpassungen an der Wasserkraftanlage und bei der Restwassermenge vorgesehen, sondern eine höhere Wasserentnahme. Der Oberländerrat spricht sich klar für die Förderung der Wasserkraft und die Konzessionsänderung aus. In der bevorstehenden Session wird im Grossen Rat diskutiert werden, ob die Dotationszeiten angepasst werden müssten, um die touristische Bedeutung des Reichenbachfalls zu stärken.

Regionale Gesundheitsversorgung

Ein weiteres zentrales Thema ist das medizinische Leistungsangebot im Berner Oberland, welches für die Bevölkerung in der Region wichtig und teilweise unverzichtbar ist. Der Oberländerrat anerkennt die Fakten der medizinischen Entwicklung, nimmt aber auch die Sorgen und Ängste der Bevölkerung im Berner Oberland sehr ernst. Er erwartet in diesem gesundheitspolitischen Spannungsfeld von der Regierung, dass diese im engen Austausch mit der betroffenen Bevölkerung und den Gesundheitsdienstleistern prüft, was für Angebote im Rahmen der integrierten Versorgung künftig notwendig und unverzichtbar sein werden.

Im Nutztierbereich ist im Berner Oberland eine Lücke in der Veterinärmedizin feststellbar. Deshalb stösst ein Vorstoss, welcher optimierte Zulassungsbedingungen für das entsprechende Studium fordert, bei den Grossrätinnen und Grossräte auf Zustimmung.

Im Weiteren ist der Oberländerrat der Auffassung, dass die finanziellen Ressourcen im besonderen Volkschulangebot und in der Regelschule so aufeinander abgestimmt werden, dass die Kosten nicht in allen drei Bereichen parallel steigen und dass keine falschen Anreize entstehen. Kinder mit besonderem Förderungsbedarf, die mit geeigneter Unterstützung aber auch in der Regelschule weiterbeschult werden können, sollen für die besondere Volksschule angemeldet werden.

Für Brückenangebote ist zudem in Thun zusätzlicher Schulraum anzumieten, nachdem dieser durch die Zunahme an Angeboten für Flüchtende zunehmend knapp wurde. Die Oberländer Grossrätinnen und Grossräte befürworten den entsprechenden Kredit.

Schliesslich empfiehlt der Oberländerrat auch den Rahmenkredit anzunehmen, der dem Leistungsvertrag mit der Alpinen Rettung Schweiz (ARS) zu Grunde liegt und die Bergrettung im Kanton Bern sicherstellt.

Kies als Ressource sehen

Die Oberländer Grossrätinnen und Grossräte trafen sich im Steinbruch Balmholz und konnten sich nach der Besprechung der Sessionsthemen ein Bild über den Kies und Schotterabbau an schönster Lage am Thunersee machen. Olivier Balmer, Abteilungsleiter der Frutiger AG, führte durch den Steinbruch und die Gesteinsaufbereitung. Der gewonnene Kieselkalk wird zu etwa 40 Prozent mittels zwei Lastschiffen auf dem Seeweg nach Thun transportiert, um die Belastung der Strassen am Thunersee in Grenzen zu halten. Anschliessend wird dieses meist als Bahnschotter eingesetzte Material direkt auf die Bahn umgeladen.

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