Lösungen für eine periphere Region

Gerade in peripheren Regionen ist die Herausforderung gross, Fachkräfte zu gewinnen und zu behalten. Kleine KMUs haben oft nicht die nötigen Ressourcen, um in Employer Branding zu investieren. Mit innovativen und kreativen Lösungsansätzen können Betriebe sichtbarer werden und gemeinsam neue Wege gehen. Die Volkswirtschaft Berner Oberland engagiert sich im Rahmen von Projekten für regionale Arbeitgeber. Zudem ist es wichtig, neue Ideen sichtbar zu machen, damit Betrieb voneinander lernen können.

Gerade in peripheren Regionen ist die Herausforderung gross, Fachkräfte zu gewinnen und zu behalten. Kleine KMUs haben oft nicht die nötigen Ressourcen, um in Employer Branding zu investieren. Mit innovativen und kreativen Lösungsansätzen können Betriebe sichtbarer werden und gemeinsam neue Wege gehen. Die Volkswirtschaft Berner Oberland engagiert sich im Rahmen von Projekten für regionale Arbeitgeber. Zudem ist es wichtig, neue Ideen sichtbar zu machen, damit Betrieb voneinander lernen können.

Wenn  Teilzeitarbeit, Jahresarbeitszeit, mehr Ferien oder weniger Wochenarbeitsstunden? Die Anliegen von Arbeitskräften an ihre Arbeitgeber sind je nach Lebenssituation unterschiedlich und ändern sich im Laufe der Zeit. Gerade auch in den Regionen mit touristischen Angeboten und saisonalen Schwankungen ist es oft schwierig, die Bedürfnisse zu decken. Mit Kooperationen können Ganzjahresstellen geschaffen werden und damit die Mitarbeitenden in der Region gehalten werden.

Gerade in den Tälern und Dörfern im Berner Oberland begegnen uns regelmässig Betriebe mit ungewöhnlichen Angeboten. Hier ist die Dorfschreinerei, die mehrheitlich Teilzeitmitarbeiter hat, da die jungen Schreiner sich auch in der Familie mit kleinen Kindern engagieren wollen. «Eine Frage der Organisation» ist die Antwort des Firmeninhabers. Da ist der Elektriker, der seinen Mitarbeitenden eine 35-Stunden-Woche anbietet. «Die Produktivität ist gestiegen, die reduzierte Wochenarbeitszeit hat viel zur Motivation beigetragen». Zahlreich sind die Aktivitäten im Bereich der Lehrlingsausbildung. Auch hier sind Kooperationen ein Erfolgsrezept, um den Lernenden eine attraktive Ausbildung mit Einblick in mehrere Betriebe zu bieten. Anlässlich unserer Anlässe und Firmenbesuche bekommen wir Kenntnis von solchen Aktivitäten und können diese in Gesprächen und in unserem Newsletter bekannt machen und verbreiten. Damit können auch weitere KMU diese Ideen aufnehmen und massgeschneiderte Lösungen für den eigenen Betrieb finden.

Lehre BeO – digitales Lehrstellen-Netzwerk

In der aktuellen Arbeitsmarktsituation gilt es, die Berufslehre als wichtiger Pfeiler des Schweizer Bildungssystems zu fördern. Aus diesem Grund hatte die Volkswirtschaft Berner Oberland das Projekt einer digitalen Lehrstellenplattform gestartet. Seit Mitte Juni ist die Plattform ‘Lehre BeO’ nun für alle zugänglich unter www.lehrebeo.ch.

Die digitale Lehrstellenplattform zeichnet sich mit einer übersichtlichen Karte aus, auf der Jugendliche sich durch das Berner Oberland bewegen und spielerisch Betriebe erkunden und entdecken können. Diese Möglichkeit ist derzeit einzigartig. Die Lehrbetriebe im Berner Oberland haben auf Lehre BeO zudem die Möglichkeit, Schnupperlehren auszuschreiben.

Anlaufstelle bei Berufswahl

Ziel der Plattform ist es, offene Lehrstellen und die Möglichkeiten zur Berufsbildung in den verschiedenen Branchen des Berner Oberlands sichtbar zu machen. «Die Jugendlichen werden so auf die Angebote in der Region aufmerksam und können ihre Wunsch-Arbeitgeber als Favoriten markieren», erklärt Leo Glaser, Projektverantwortlicher bei der Volkswirtschaft Berner Oberland. Die Plattform greift auf die Informationen der Arbeitgeber auf der kantonalen Lehrstellenplattform LENA zu, so entfällt die erneute Registration und Doppelspurigkeit kann vermieden werden.

Auf der digitalen Lehrstellenplattform finden sich auch Events zur Berufswahl im ganzen Berner Oberland. Einerseits bieten die Lehrbetriebe Networking-Events und Informationsveranstaltungen an. Andererseits sind auch die physischen Lehrstellenbörsen im Berner Oberland und die Veranstaltungen der Berufsberatungs- und Informationszentren (BIZ) des Kantons Bern aufgeführt. «Die neue Lehrstellenplattform wird einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass die Lehrbetriebe im Berner Oberland künftig wieder genügend Lernende finden», unterstreicht Leo Glaser. Die Projektträgerschaft – Volkswirtschaft Berner Oberland zusammen mit dem regionalen Partner Müller Medien AG – wurden von Bund und Kanton mit einem Beitrag aus der Neuen Regionalentwicklung (NRP) für die Programmierung der digitalen Plattform unterstützt.

Gestern Metzger – heute Fachkraft in der MEM-Industrie

Nicht nur bei Jugendlichen, sondern vermehrt auch bei Erwachsenen muss der Hebel zur Fachkräfteentwicklung angesetzt werden. So wurde von den Regionen Berner Oberland und Oberwallis gemeinsam mit den Sozialpartnern der MEM-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie) ein Pilotlehrgang durchgeführt: Die MEM-Passerelle 4.0 war schweizweit das erste Bildungsprogramm zur Re- und Neuqualifizierung Erwachsener im industriellen Umfeld. Die Teilnehmenden der modularen Ausbildung waren gelernte Maler, Schreiner oder Metzger und haben nun den Einstieg in die MEM-Industrie geschafft.

Aktuelle Beiträge

SPIEGLTEC übernimmt TOP Tech Sol

SPIEGLTEC übernimmt TOP Tech Sol

Thun/Brixlegg – Die SPIEGLTEC-Gruppe aus Tirol übernimmt die TOP Tech Sol AG aus Thun. Der österreichische Anlagenbauer will damit seine Kapazitäten für Pharma- und Life Science-Projekte ausbauen. TOP Tech Sol wird als eigenständiges Unternehmen am gleichen Standort unter dem bisherigen Besitzer weitergeführt.

Vielfältige Angebote machen Innenstadt für Menschen attraktiv

Vielfältige Angebote machen Innenstadt für Menschen attraktiv

Thun/Belp BE – Carlo Müller von Müller & Müller Architektur und Immobilien hat bei einem ThunCity-Talk erklärt, wie die Thuner Innenstadt langfristig lebendig bleiben kann. Während Immobilieneigentümer, Mieterschaft und Behörden eine Rolle spielen, sei für ihn das Verhalten der Bevölkerung entscheidend.

AgriPellets sucht Partner für Pellets aus regionalen Rohstoffen

AgriPellets sucht Partner für Pellets aus regionalen Rohstoffen

Thun BE – AgriPellets stellt ab dem Frühling 2027 Stroh- und Futterpellets aus regionalen Rohstoffen her. Für die Vorbereitung des Produktionsstarts sucht das Thuner Start-up jetzt den Austausch mit Betrieben, Pferdehaltungen, Rohstofflieferanten und anderen möglichen Partnern im Berner Oberland.

Bystronic entwickelt mit Empa und SUPSI Selbststeuerung von Lasern

Bystronic entwickelt mit Empa und SUPSI Selbststeuerung von Lasern

Niederönz/Thun BE/Lugano – Bystronic Laser will mit Forschenden der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) die Schnittqualitiät von Laserschneidern verbessern. Die Laser sollen sich über optische und akustische Signale selbst steuern.

Dänk!-Symposium 2026 widmet sich konkreten Digitalthemen

Dänk!-Symposium 2026 widmet sich konkreten Digitalthemen

Thun BE – Das Dänk!Symposium 2026 steht unter dem Motto KI & Cyber – befähigen. umsetzen. verantworten“. Am 4. und 5. September sollen in der Wirtschaftsschule Thun Workshops und Vorträge mit ausgewiesenen Fachleuten Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit greifbar machen.

Suche & Links

Logo
Datenschutz-Übersicht

Die Cookies, die wir einsetzen, dienen ausschliesslich dazu, das Nutzererlebnis zu verbessern (schnellere Ladezeiten, Speicherung von Präferenzen, siehe Auswertung von Nutzerdaten). Cookies sind Textdateien, welche über einen Internetbrowser auf einem Computersystem abgelegt und gespeichert werden. Durch den Einsatz von Cookies kann die Volkswirtschaft Berner Oberland nutzerfreundlichere Services bereitstellen, die ohne die Cookie-Setzung nicht möglich wären.