Bern – Die Berner Apps with love AG hat den Zuschlag für die Entwicklung der Bundesrats-App erhalten. Sie soll Informationen von Bundesrat und Bundesverwaltung auch im Krisenfall vermitteln. Bestandteil des Auftrags sind Betrieb, Wartung, Support und Weiterentwicklung der App.
(CONNECT) Die Apps with love AG aus Bern wird die Bundesrats-App entwickeln. Da die 20-tägige Rekursfrist ungenutzt verstrichen sei, ist der entsprechende Zuschlag vom 23. Juni nun rechtskräftig, informiert die Bundeskanzlei in einer Mitteilung. Das 2010 gegründete IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen aus Bern soll die Anwendung nach den Vorgaben eines Prototyps konzipieren. Dafür will der Bund maximal 325’000 Franken exklusive Mehrwertsteuer ausgeben. Weitere bis zu 3,2 Millionen Franken stellt er für den Betrieb, die Wartung, den Support und die Weiterentwicklung der App über einen Zeitraum von zehn Jahren bereit.
Die Bundesrats-App wird Interessierte über Geschäfte, Tätigkeiten und Entscheidungen von Bundesrat und Bundesverwaltung auf dem Laufenden halten. Die Informationen werden dem bestehenden Redaktionssystem des Bundes entnommen und im Anschluss personalisiert und gebündelt auf die Smartphones gespielt. Die Anwendung soll der Bevölkerung auch in Krisenzeiten zuverlässige Informationen liefern, heisst es in der Mitteilung. Vor dem Hintergrund der Möglichkeiten von mittels Künstlicher Intelligenz erzeugten Fakes und Deepfakes sei es „noch wichtiger geworden, dass die Landesregierung zur Information der Bevölkerung über einen vertrauenswürdigen, von kommerziellen Plattformen unabhängigen Kanal verfügt, der auch vor Beeinflussungs- und Desinformationskampagnen geschützt ist“, schreibt die Bundeskanzlei.
App with love hat in der Ausschreibung mit dem am tiefsten bewerten Preis und dem grössten Weiterentwicklungspotenzial überzeugt. Darüber hinaus konnte das Berner Unternehmen „mit einer hohen Motivation sowie einer durchgehend guten Erfüllung der übrigen Qualitätskriterien“ punkten. ce/hs
