
Interlaken/Spiez BE/Schlieren ZH/Baar ZG – Die drei jungen Unternehmen Lightium aus Schlieren sowie enshift aus Baar und Swiss Cluster aus Spiez sind mit dem Swiss Economic Award 2026 ausgezeichnet worden. Sie sind in Photonik, Ökoenergie und industrieller Beschichtung innovativ tätig.
(CONNECT) Lightium, enshift und Swiss Cluster sind die Sieger des diesjährigen Swiss Economic Award. Mit dem Wettbewerb fördern das Swiss Economic Forum (SEF) und die Award-Partner Helbling, Swisscom und UBS junge Wirtschaftstalente in der Schweiz. Im Rahmen des SEF, das am 4. und 5. Juni in Interlaken stattfand, präsentierten neun Finalisten ihre Geschäftsmodelle vor der Hauptjury und dem Publikum. Die Gewinner der drei Kategorien präsentieren die Veranstalter nun auch in einer Mitteilung.
Die Kategorie Deeptech/Life Science entschied Lightium mit Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich für sich. Das Unternehmen entwickelt photonische Chips auf Basis von Dünnfilm-Lithiumniobat und betreibt dafür eine der bisher wenigen Chip-Fabriken mit offenem Zugang (open access). Die Technologie ermöglicht besonders schnelle und energieeffiziente optische Datenübertragung, etwa für Rechenzentren, Telekommunikation, Quantencomputing und weitere Hochleistungstechnologien. Die Jury lobt Lightium „für die technologische Tiefe und das Potenzial, eine zentrale Infrastruktur für künftige optische Systeme aufzubauen“.
In der Kategorie Dienstleistung heisst der Sieger enshift. Das Energytech-Unternehmen aus Baar entwickelt Lösungen für die dezentrale Energieversorgung von Immobilien und Arealen. Das 2022 gegründete Unternehmen plant, finanziert, realisiert und betreibt vor Ort Systeme für Photovoltaik, Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher und Energiemanagement und verkauft die Energie direkt an die Eigentümerinnen und Eigentümer oder Mietparteien der Gebäude. Die Jury würdigt „insbesondere den ganzheitlichen Ansatz, mit dem enshift die Energiewende im Gebäudesektor wirtschaftlich umsetzbar macht“.
Die Kategorie Produktion/Gewerbe gewann Swiss Cluster. Die 2020 gegründete Ausgliederung der Berner Fachhochschule bringt hochspezialisierte Dünnschichtbeschichtung in ein flexibles, industrietaugliches Format. Die modularen Anlagen des Spiez ansässigen Unternehmens kombinieren verschiedene Beschichtungstechnologien und lassen sich je nach Anwendung konfigurieren. Damit erhalten Forschungseinrichtungen, Labore und industrielle Entwicklungsabteilungen Zugang zu anspruchsvollen Beschichtungsprozessen, ohne starre Grossanlagen einsetzen zu müssen. Die Jury überzeugten „die technische Präzision, der modulare Ansatz und der konkrete Nutzen für Materialforschung, Nanotechnologie und industrielle Entwicklung“. ce/mm


