Wyss Academy for Nature schärft ihre Ziele für die Zukunft

Bern - Die Wyss Academy for Nature an der Universität Bern hat in ihrem Jahresbericht 2025 die Fortschritte ihrer Projekte in Kenia, Madagaskar, Peru, Laos und im Kanton Bern dokumentiert. Zudem wurde die Organisation mit dem Ziel weiterentwickelt, ihre langfristige Zukunft auf ein solides Fundament zu stellen.

von | 22.05.2026

Bern – Die Wyss Academy for Nature an der Universität Bern hat in ihrem Jahresbericht 2025 die Fortschritte ihrer Projekte in Kenia, Madagaskar, Peru, Laos und im Kanton Bern dokumentiert. Zudem wurde die Organisation mit dem Ziel weiterentwickelt, ihre langfristige Zukunft auf ein solides Fundament zu stellen.

(CONNECT) Die Wyss Academy for Nature hat im fünften Jahr ihres Bestehens den Schwerpunkt ihrer Arbeit verlagert: „Statt weitere einzelne Fäden einzuweben, haben wir das Gewebe als Ganzes verstärkt“, heisst es im Überblick über den jetzt vorgelegten Jahresbericht 2025. In den ersten Jahren habe die Wyss Academy die Voraussetzungen dafür geschaffen, vor Ort schnell zu lernen – durch den Aufbau von Teams und Partnerschaften in ihren sechs sogenannten Solutionscapes in Kenia, Madagaskar, Peru, Laos und im Kanton Bern. In diesen Reallaboren für systemischen Wandel ist der Ansatz der Wyss Academy darauf ausgelegt, ganzheitliche Lösungen für komplexe Herausforderungen zu finden, die sowohl den Menschen als auch der Natur Vorteile bringen.

Zum Abschluss dieser ersten Fünfjahresphase seien die strategischen und organisatorischen Grundlagen für die zweite Phase von 2026 bis 2030 geschärft worden, so der Direktor Prof. Dr. Peter Messerli und Stiftungsratspräsident Prof. Dr. Christian Leumann in ihrem Brief an die Interessensvertreterinnen und -vertreter. Darin umreissen in sie das Erreichte und zeigen an, wohin die Reise künftig geht.

Im Zusammenspiel von Forschung, Politik und Praxis geht es der Wyss Academy darum, einen Mehrwert zu schaffen, der über einzelne Projekte hinausreicht. „Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der Projekte, sondern, wie ein positiver, systemischer Wandel in Regionen entstehen kann, die vom Klimawandel, Biodiversitätsverlust oder nicht nachhaltiger Landnutzung bedroht sind”, wird Peter Messerli, Direktor der Wyss Academy for Nature, in einer Mitteilung zum Jahresbericht zitiert.

Als Beispiel für die insgesamt 60 Projekte der Wyss Academy wird unter anderem die Wiederherstellung ökologisch stark beeinträchtigter, semiarider Landschaften in Nordkenia durch das Anlegen halbkreisförmiger Erdwälle angeführt. In der peruanischen Region Madre de Dios entwickelt die Wyss Academy derzeit gemeinsam mit Partnerorganisationen einen Inkubator für Agroforstwirtschaft. Und im Grossen Moos im Kanton Bern wird im Rahmen eines Pilotprojekts getestet, wie die Oberflächenbewässerung von Kulturpflanzen durch den gezielten Einstau des Grundwassers deutlich reduziert werden kann. ce/mm

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