
Thun BE – Der Neubau der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Thun Nord ist finanziert. Die Stadt gewährt ein zinsloses Darlehen von 16 Millionen Franken und bürgt für ein Darlehen des Bundes von 10 Millionen. Die Empa investiert 16 Millionen, die Halter AG als Entwicklungspartnerin 5 Millionen.
(CONNECT) Die Kosten für den Neubau der Empa auf dem Baufeld B5 des Areals Thun Nord belaufen sich auf 47 Millionen Franken. Dafür liegt nun laut einer Mitteilung eine Finanzierungslösung auf dem Tisch. Danach wird das Projekt über eine neu zu gründende Arealentwicklungsgesellschaft finanziert, an der sich vier Partner beteiligen, schreibt die Stadt Thun in einer Mitteilung.
Die Stadt Thun gewährt gemäss dem Vorschlag ein grundpfandgesichertes, zinsloses Darlehen von 16 Millionen Franken. Sie gewährt auch eine Bürgschaft für ein Darlehen, für das der Kanton Bern eine Absichtserklärung im Rahmen der Neuen Regionalpolitik in der Höhe von 10 Millionen Franken abgegeben hat. Die Empa investiert 16 Millionen Franken in Labore und die Technikzentrale. Die Halter AG als Entwicklungspartnerin des Baufeldes beteiligt sich mit 5 Millionen Franken. Die Arealentwicklungsgesellschaft soll nach Projektabschluss an Investoren übertragen werden.
Der Thuner Stadtrat entscheidet an seiner Sitzung vom 30. April über den nun vorliegende Vorschlag. Die Baubewilligung für die erste Etappe auf dem Baufeld B5 liegt bereits vor. Der Baubeginn ist für Frühling 2027 vorgesehen, die Fertigstellung Ende 2029.
„Die Stadt Thun hat ein grosses Interesse an der Realisierung des Neubaus“, wird Stadtpräsident Raphael Lanz in der Mitteilung zitiert. „Die Empa sichert langfristig hochqualifizierte Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung, generiert regionale Wertschöpfung und stärkt Thun als Technologie- und Innovationsstandort innerhalb des Kantons Bern“
Die Empa ist seit 1994 mit einem Forschungsstandort in Thun präsent. Sie forscht hier im Bereich Hochtechnologie und Werkstoffen.
In Thun Nord ein neuer Stadtteil entstehen. Neben dem ersten konkreten Vorhaben auf dem Baufeld B5 spielt dabei die geplante S-Bahn-Haltestelle Thun Nord eine zentrale Rolle. Das Gesamtpotenzial des Areals Thun Nord umfasst rund 6500 Arbeitsplätze. ce/ja




