
Thun – Vivek Devulapalli hat die zweijährige Empa Young Scientist Fellowship erhalten. Mit diesem Förderinstrument für aussergewöhnlich begabten wissenschaftlichen Nachwuchs erforscht der Postdoktorand die Nanomechanik von mehrlagigen Dünnschichten aus Metalloxiden.
(CONNECT) Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) unterstützt den Nachwuchsforscher Vivek Devulapalli mit einer zweijährigen Young Scientist Fellowship. Der Postdoktorand im Empa-Labor für Werkstoff- und Nanomechanik in Thun wird in seinem Projekt, das den Namen MOSAIC trägt, die Nanomechanik von mehrschichtigen Dünnschichtsystemen aus unterschiedlichen Metalloxiden weiter untersuchen.
„Metalloxide werden in der Dünnschichttechnik sehr häufig für ihre Funktionalität eingesetzt“, wird Devulapalli in einer Mitteilung der Empa zitiert. „Über ihre Mechanik auf atomarer Ebene ist aber noch wenig bekannt.“ Die winzigen und häufig übereinander gelagerten Komponenten bringen zwar viele Vorteile. Doch „wenn eine solche Komponente ausfällt, lässt sich oft nur sehr schwer feststellen, ob eine mechanische Ursache dafür verantwortlich war“, so der Forscher weiter. „Wir wissen noch immer sehr wenig darüber, wie solche Dünnschichten brechen, sich ablösen oder verformen.“
Deshalb will Devulapalli neue Einsichten vermitteln. Dafür setzt er fortschrittliche Mikroskopiemethoden ein, wie die sogenannte in-situ-Belastung sowie 4D-STEM, vierdimensionale Raster-Transmissionselektronenmikroskopie.
„Mein Ziel ist es, zu verstehen, wie unterschiedliche Parameter – etwa Zusammensetzung, Dichte und Schichtdicke – die mechanischen Eigenschaften des Mehrschichtsystems beeinflussen“, erklärt er. „Wenn wir die Grundlagen verstehen, wissen wir auch, wie wir solche Systeme in Zukunft mechanisch robuster machen können.“ ce/mm




