Dialog im Berner Oberland rückt ins Zentrum

Die 106. Generalversammlung der Volkswirtschaft Berner Oberland fand im Kino Rex in Thun statt. Im Fokus stand die Vernetzung von Wirtschaft, Politik, Bildung und Kultur über alle Regionen und Täler des Berner Oberlandes. Diese soll unter anderem mit weiteren Dialog-Anlässen gestärkt werden. Die Versammlung stimmte allen traktandierten Geschäften einstimmig zu.
Susanne Huber, Geschäftsführerin, Daniel Fischlin, CEO Kraftwerke Oberhasli AG, Carlos Reinhard, Präsident Volkswirtschaft Berner Oberland und Ernst Wandfluh, Nationalrat und Vorstandsmitglied (vlnr).

Carlos Reinhard blickt auf ein arbeitsreiches erstes Amtsjahr zurück. «Ich habe in meinem ersten Präsidialjahr sehr viele Gespräche geführt, zugehört und mir ein Bild über Anliegen der Wirtschaft und die Bedürfnisse aus den Gemeinden machen können», sagte der Thuner Grossrat und Unternehmer zu Beginn der Generalversammlung. Den Puls der Wirtschaft im Berner Oberland fühlen und relevante Themen an die richtigen Stellen weitertragen, das ist ein Hauptanliegen der Volkswirtschaft Berner Oberland. «Wir wollen unsere Ressourcen zielführend für das gesamte Berner Oberland nutzen», so der Präsident. Verbindungen knüpfen, über Gemeindegrenzen, Täler und verschiedene Themenbereiche hinweg, damit optimale Rahmenbedingungen für das Berner Oberland als Wirtschaftsstandort, Tourismusregion, Wohn- und Lebensraum geschaffen werden können. Auch Geschäftsführerin Susanne Huber will den Dialog im Berner Oberland weiter anstossen. Neben den Firmenbesuchen und dem regelmässigen Austausch mit regionalen Standortförderungsorganisationen und Planungsregionen, sieht die Geschäftsführerin die neu lancierte Veranstaltungsreihe «berneroberland.dialog» als wichtiges Instrument zur Vernetzung. Eine erste Ausgabe der kleinen, aber feinen Vernetzungs- und Themenanlässe wurde im März in Saanen erfolgreich durchgeführt. Weitere Dialoge zu aktuellen Themen aus Wirtschaft, Bildung und Kultur sind bereits in Planung.

Forum Berner Oberland ersetzt bisherige Räte

Um noch gezielter zu wirken, hat sich der Vorstand unter der Leitung von Carlos Reinhard dazu entschieden, die bisherigen Gremien Wirtschafts-, Kultur- und Bildungsrat in einem neuen Gefäss zusammenzuführen. «Wir versprechen uns, dass in diesem Rahmen vermehrt bereichsübergreifende Themen diskutiert und aufgenommen werden können», so Susanne Huber. Im Forum Berner Oberland wirken engagierte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Bildung und Politik mit. Derzeit laufen die ersten Vorgespräche, das neu zusammengesetzte Gremium wird im 2. Semester 2026 ein erstes Mal zusammenkommen und seine Tätigkeit aufnehmen.

Christine Häsler neu im Vorstand

Im Vorstand der Volkswirtschaft Berner Oberland kommt es zu Veränderungen: Beatrice Fridelance wurde für ihr langjähriges Engagement als Vorstandsmitglied und Präsidentin des Kulturrates verdankt. Auch Raphael Lanz, derzeit noch Stadtpräsident von Thun wird den Vorstand verlassen, im Juni tritt er sein neues Amt als Regierungsrat an. Die Stadt Thun wird weiterhin vertreten sein, die Nachfolgeregelung von Raphael Lanz soll allerdings erst nach den Wahlen für den Thuner Gemeinderat angegangen werden. Neu wird Christine Häsler nach ihrer Amtszeit als Regierungsrätin den Vorstand der Volkswirtschaft Berner Oberland verstärken, sie wurde von der Versammlung einstimmig gewählt. «Wir freuen uns sehr, dass Christine Häsler ihre Erfahrung und ihr Netzwerk in unsere Organisation einbringen wird», so Präsident Carlos Reinhard.

Carlos Reinhard, Präsident, und Susanne Huber, Geschäftsführerin, führten durch die Generalversammlung.
Präsident Carlos Reinhard verabschiedet Vorstandsmitglied und Kulturratspräsidentin Beatrice Fridelance.

Tour d’horizon durch die Grimselwelt

Unter dem Titel «Fokus Wasserkraft» gab Daniel Fischlin, CEO der Kraftwerke Oberhasli AG, im Anschluss an die Generalversammlung einen Überblick über die Tätigkeiten, Projekte und Herausforderungen des Grosswasserkraftbetreibers im Berner Oberland. Den Gästen der Generalversammlung bot sich ein spannender Einblick. Neben den im Berner Oberland viel diskutierten ökologischen Ausgleichsmassnahmen im Zusammenhang mit dem Trift-Projekt, etwa der geplante Rückbau des Simmewehrs, kam Fischlin auch auf wichtige Zukunftsthemen wie Versorgungssicherheit und Netzstabilisierung zu sprechen. Auch hier leistet die KWO einen wichtigen Beitrag.

Jahresbericht 2025

Sämtliche Informationen zum Geschäftsjahr 2025 sind im Jahresbericht der Volkswirtschaft Berner Oberland aufgeführt. Dieser steht online zur Verfügung oder kann auf der Geschäftsstelle (info@volkswirtschaftbeo.ch) bezogen werden.

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