Berner Wirtschaft wächst im ersten Quartal deutlich

Bern - Die Berner Wirtschaft ist im ersten Quartal real um 1,95 bis 2,46 Prozent gewachsen. Das zeigt das Wirtschaftsupdate des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern, das sich auf Angaben von hpo forecasting und der Fachhochschule Graubünden stützt. Die Exporte sinken markant.

von | 29.04.2026

Bern – Die Berner Wirtschaft ist im ersten Quartal real um 1,95 bis 2,46 Prozent gewachsen. Das zeigt das Wirtschaftsupdate des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern, das sich auf Angaben von hpo forecasting und der Fachhochschule Graubünden stützt. Die Exporte sinken markant.

(CONNECT) Die Wirtschaft im Kanton Bern ist überraschend stark in das neue Jahr gestartet. Das zeigt das vierteljährliche Wirtschaftsupdate des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern (HIV Kanton Bern). Dieses stützt sich auf das Cockpit der hpo forecasting ag mit Sitz in Cham ZG und der Fachhochschule Graubünden. Das kantonale Wirtschaftswachstum erreicht laut einer Mitteilung in realen Werten 1,95 bis 2,46 Prozent. Damit liegt es über dem Schweizer Schnitt von 0,89 bis 1,18 Prozent. Das Berner Wachstum stützt sich auf die robuste inländische Nachfrage.

Die Exportbranchen dagegen leiden unter einem Rückgang der Warenexporte. Die Elektro- und Uhrenexporte sind 2025 und noch im Januar gestiegen, seit Februar sinken sie deutlich; sie haben einen Anteil an den Berner Warenexporten von rund 34 Prozent. Die Exporte der Chemie- und Pharmabranche, die für ein Viertel der Ausfuhren steht, sind zwischen Mai und September 2025 gewachsen; seither sinken die Exporte. Die Exporte im Maschinenbau sinken bereits seit Februar 2025 Monat für Monat; sie haben einen Anteil von rund 15 Prozent an allen Berner Exporten.

Die gesamten Warenexporte sind seit Oktober Monat für Monat gesunken. Dabei berücksichtigen die Zahlen des aktuellen Wirtschaftsupdates noch nicht die Schliessung der Strasse von Hormuz.

Die Unternehmen spüren einen hohen Druck auf die Margen. Der Reallohn ist 2025 um durchschnittlich 1,6 Prozent gestiegen. Auch die Energiekosten nehmen zu. Entsprechend halten sich die Unternehmen bei Neueinstellungen zurück und senken den Personalbestand. Die Arbeitslosigkeit im Kanton ist entsprechend seit Juni 2023 um 80 Prozent gestiegen, die Arbeitslosenquote von 1,3 auf 2,3 Prozent.

Aus der Sicht des HIV müssen der Grossrat und die Regierung in der neuen Legislatur der gezielten Verbesserung der Rahmenbedingungen höchste Priorität einräumen. ce/ug

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