Oberländerrat vor der Frühlingssession

Die Grossrätinnen und Grossräte aus dem Berner Oberland sprechen sich für die vorbehaltlose Unterstützung des Freilichtmuseums Ballenberg aus und begrüssen zusätzliche Klärungen mit der Erstellung eines Mobilitätskonzepts. Der Regierungsrat soll sich zudem für weitere internationale Direktzüge ins Berner Oberland einsetzen sowie eine Aufnahme von Buslinien für Tourismus und Freizeit in das kantonale Grundangebot des öffentlichen Verkehrs prüfen.

Kantonsbeiträge an Infrastrukturen

Die Grossrätinnen und Grossräte aus dem Berner Oberland setzen sich in der Frühlingssession für wichtige regionale Infrastrukturen ein. Erstens stellen sie sich geschlossen hinter den vom Regierungsrat beantragten Verpflichtungskredit für das Freilichtmuseum Ballenberg. Die rund 30 Millionen Franken sind für die Neugestaltung des Haupteingangs vorgesehen, unter anderem für ein Besucherzentrum sowie ein zweigeschossiges Parkdeck.

Weiter wird ein Kredit für die Anmiete des Nähwerks beim Berufsbildungszentrums IDM in Thun unterstützt. Der Verpflichtungskredit für den Hochwasserschutz am Chalberhönibach in Saanen wird ebenfalls geschlossen befürwortet. Zudem spricht sich der Oberländerrat für die Amorti­sationsvereinbarung zwischen der Kraftwerke Oberhasli AG und dem Kanton Bern für das Pump­speicherwerk Grimsel 4 aus. Diese Vereinbarung ermöglicht, dass dringende Investitionen unbesehen von künftigen Konzessionsentscheiden zeitnah getätigt werden können.

Touristische Entwicklungen im Fokus

Ein weiteres Schwerpunktthema des Oberländerrats ist aktuell der Tourismus. So unterstützt er einen Vorstoss für mehr internationale Züge nach Bern und in das Berner Oberland. Zudem stellen sich die Oberländer Grossratsmitglieder hinter die Forderung eines Vorstosses, welcher die Prüfung einer gesetzlichen Grundlage für die Aufnahme von Buslinien für Tourismus und Freizeit in das kantonale Grundangebot vorsieht.

Aufgrund der saisonal starken Nutzung der Infrastrukturen sollen Gemeinden mit einem hohen Zweitwohnungsanteil eine Objektsteuer auf Zweitliegenschaften erheben können. Der Oberländerrat ist einverstanden mit einem Vorstoss zur Einführung einer solchen Steuer, namentlich in touristisch geprägten Gemeinden, sofern es sich zunächst um einen Prüfauftrag handelt.

Schutzwälder vor Wildverbiss schützen

Im Weiteren sind die Grossrätinnen und Grossräte aus dem Berner Oberland der Auffassung, dass der Wildverbiss die regionalen Schutzwälder sehr stark unter Druck setzt. Deshalb wird an der Forderung einer weitergehenden Datenerhebung gefährdeter Objektschutzwälder festge­halten.

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