Drei einzigartige Projekte ausgezeichnet

Am Neujahrsapéro der Volkswirtschaft Berner Oberland wurden am Donnerstag im Lötschbergsaal in Spiez die innovativsten Projekte des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Die mit jeweils 3000 Franken dotierten Innovationspreise gingen an die Ludotrail-Spielparcours von Gaby Kaufmann, an den Jungdesigner-Wettbewerb, lanciert durch die «Bachwochen Thun» unter der künstlerischen Leitung von Vital Frey sowie an die Solina-Stiftung, vertreten durch Geschäftsführer Patric Bhend, mit ihrem wegweisenden Generationen-Begegnungspark in Steffisburg.

Am Neujahrsapéro der Volkswirtschaft Berner Oberland wurden am Donnerstag im Lötschbergsaal in Spiez die innovativsten Projekte des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Die mit jeweils 3000 Franken dotierten Innovationspreise gingen an die Ludotrail-Spielparcours von Gaby Kaufmann, an den Jungdesigner-Wettbewerb, lanciert durch die «Bachwochen Thun» unter der künstlerischen Leitung von Vital Frey sowie an die Solina-Stiftung, vertreten durch Geschäftsführer Patric Bhend, mit ihrem wegweisenden Generationen-Begegnungspark in Steffisburg.

Die Preisträger und Preisträgerinnen 2022 von links: Patric Bhend, Ernst Zurbrügg (Solina Park), Gaby Kaufmann (Ludotrail), Regula Saameli, Séverine Payet, Angela Kreis, Vital Frey, Christine Vögeli (Bachwochen, Jungdesigner-Wettbewerb).

Nach einer zweijährigen, coronabedingten Zwangspause konnte die Verleihung der Innovationspreise im Rahmen des Neujahrsapéro der Volkswirtschaft Berner Oberland endlich wieder live vor Ort mit Publikum, Referenten und Preisträgern durchgeführt werden. Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren konnten Projekte aus sämtlichen Branchen für den Preis eingereicht werden. Die Jury war auch dieses Jahr von der grossen Kreativität und hohen Qualität der eingereichten Projekte begeistert. 

«Ritschi» mit inspirierender Eröffnungsrede 

Nach der Begrüssung durch Marianna Lehmann, Präsidentin Volkswirtschaft Berner Oberland, eröffnete Andreas «Ritschi» Ritschard den Anlass mit einem bewegenden Einblick in die Anfänge seiner Karriere und der Herausforderung, die Leidenschaft zum Beruf zu machen. Unter dem Titel «Kann man von Kultur leben?» zeigte er den rund 130 anwesenden Gästen auf, wie er vom Schreiner zu einem der erfolgreichsten Schweizer Mundart-Popsänger wurde. Kreativität und Innovation, das ist aus seiner Sicht das Rezept, um auch langfristig in diesem Business besehen zu können. So ist er auch immer wieder bereit, zusammen mit Unternehmen Botschaften zu entwickeln und Anlässe zu kreieren.

Spielend eine Ortschaft kennenlernen

Erste Preisträgerin des Abends ist Gaby Kaufmann, die mit ihrem Projekt «Ludotrail-Spielparcours» die Jury zu überzeugen vermochte. Ziel des Projekts: Die Besucher spielerisch durch eine Ortschaft führen und auf lokale Angebote, Geschäfte und Sehenswürdigkeiten aufmerksam zu machen – gerade auch auf solche, die «gewöhnliche» Besucherinnen und Besucher vielleicht übersehen würden.
Ausschlaggebend war für Jurymitglied Ursula Flück, Geschäftsführerin von THUNcity, wie individuell und mit grosser Sorgfalt die Spiele thematisch der jeweiligen Ortschaft angepasst und die Spielposten originell gestaltet und geschickt in die Umgebung integriert worden seien. «Auch die enge und konstruktuve Zusammenarbeit mit Tourismus, Wirtschaft und Gemeinden hat uns beeindruckt», ergänzt Flück. Die Spiele werden eigens für den jeweiligen Standort erfunden und entwickelt.

Jungen, aufstrebenden Designerinnen und Designern eine Chance geben

«Das Markenzeichen der Bachwochen Thun ist ein grosses ‘B’, welches jedes Jahr von einem anderen bildenden Künstler der Region Thun in Szene gesetzt wird, um danach in Form von Flyern und Plakaten das Festival zu bewerben», wie Vital Frey, künstlerischer Leiter Bachwochen erklärt. Für die Entwicklung des Jahresdesigns 2022 wollten sie jungen Designerinnen und Designern, welche sich noch in Ausbildung befinden, die Möglichkeit geben, für uns ein solches ‘B’ zu gestalten. So wurde in Kooperation mit dem Gymnasium Thun ein mehrwöchiger Workshop und Designwettbewerb für Jungdesigner im Alter von 15 bis 18 Jahren fachkundiger Leitung durchgeführt.
Für Jurymitglied und Künstler Heinrich Gartentor hat das «regional und schweizweit einzigartige Projekt den Preis mehr als verdient». Er lobte besonders den Mut von Vital Frey, künstlerischem Leiter der Bachwochen und seinem Team, denn «es hätte auch schief gehen können!» Zudem würde das Projekt spartenübergreifende, künstlerischer Tätigkeiten auf geniale Weise fördern und habe eine Strahlkraft, die weit über das Berner Oberland hinausreiche, wie Gartentor weiter ausführt.

Ein Begegnungs- und Bewegungspark für vier Generationen

Dritte Preisträgerin des Abends ist die Solina-Stiftung, die mit ihrem Generationenprojekt in Steffisburg in den vergangenen Jahren bereits für viel Aufsehen gesorgt hat. Annemarie Stähli hat mit ihrem Bilderbuch den Rahmen für einen Erlebnisspielplatz gesetzt und das Team vom Solina hat dieses gekonnt in der Umgebung umgesetzt. Wichtig ist die Verbindung von Besuchern, Bewohnern und Kindern, welche Leben und Ausstrahlung in die Anlage bringen können. Patric Bhend, Geschäftsführer des Solina, zeigte sich geehrt über die Auszeichnung und wünschte sich auch in der Politik wieder «mehr Wettbewerb der besten Ideen und weniger politische Grabenkämpfe».
Die Geschäftsführerin der Volkswirtschaft Berner Oberland zeigte sich beeindruckt von der Vielseitigkeit und Originalität der eingereichten Projekten. Die Organisation will mit den Innovationspreisen die Ausstrahlung der Region verstärken und aufzeigen, welche innovativen Ideen im Berner Oberland umgesetzt würden.

Die zahlreichen Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur nutzen die Gelegenheit, sich beim anschliessenden Apéro auszutauschen und zu vernetzen.

Für weitere Auskünfte

Susanne Huber
Geschäftsführerin

susanne.huber@volkswirtschaftbeo.ch

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